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Update vom 13.04.2022 und 9. Juni 2021 siehe ↓

Kritische Anmerkung zum „Link des Tages“ Welt-Internet-Konferenz: Chinas Griff nach dem Netz:

Wie frei ist denn eigentlich inzwischen noch das Internet im Westen? Auf YouTube werden schon seit längerem kritische Beiträge zu Corona gelöscht und inzwischen auch ohne Vorwarnung ganze Kanäle. YouTube gehört übrigens zu Google – wie verlässlich ist dann die Google Suchmaschine?

Bei uns gibt es dazu im Gegensatz zu China wenigstens Alternativen – Videoplattformen wie Bitchute, Messenger-Dienste wie Telegram oder Suchmaschinen wie DuckDuckGo oder Startpage.com, die keine persönlichen Informationen speichern und so eine wichtige und empfehlenswerte Alternative zu der Datenkrake Google sind.

Insgesamt gesehen ist die Situation hier bei uns im Westen natürlich nicht vergleichbar mit der in China, wir sollten aber gelegentlich von unserem hohen Ross herabsteigen, wenn wir China und den Westen vergleichen. Vor allem sollten wir aber höchst aufmerksam sein, was den Zustand des Webs im Westen betrifft, und vor allem kritisch beobachten und hinterfragen, welchen riesigen Einfluss inzwischen wenige große Internetkonzerne auf Informationsbeschaffung und -bereitstellung, Beeinflussung der öffentlichen Meinung und so auf unser aller Leben haben.

 

Update vom 13. April 2022:
Frontal gegen Ken Jebsen – Auszüge aus dem Buch „Zensur – Publikationsverbote im Spiegel der Geschichte“ des Wiener Verlegers Hannes Hofbauer, in dem er den gemeinsamen Angriff großer Konzerne und staatlicher Behörden auf das regierungskritische Portal KenFM als Beispiel für die Zensur im Westen beschreibt.

Die Wiederkehr der Zensur wurzelt in der ökonomischen Schwäche des transatlantischen Raums. Im Niedergang kämpft das Establishment um seine Daseinsberechtigung. Je erfolgreicher Gegenöffentlichkeit hergestellt werden kann, desto aggressiver wird ihr von Brüssel oder Berlin begegnet. Staatliche Wahrheitswächter und kalifornische Medienmonopole haben eine neue, gemeinsame Praxis des Löschens und Sperrens von Inhalten entwickelt, für die sie einander gegenseitig die Verantwortung zuspielen; wir erleben die Zensurpraxis des post-industriellen, digital-kybernetischen Zeitalters…

Zensur und Publikationsverbote, wie sie in diesem Buch besprochen wurden, sind Herrschaftsinstrumente zur Durchsetzung von wirtschaftlichen Interessen, politischer Macht und kultureller Hegemonie.

Hofbauers Fazit:

Zensur und Publikationsverbote, so einschneidend sie den notwendigen gesellschaftlichen Diskurs behindern und so sehr sie ihn beschädigen – was ja ihre Absicht ist –, sind ab einem gewissen Kipppunkt nur mehr Zeichen der Schwäche. Wann dieser Punkt erreicht ist, dafür gibt es freilich kein Rezept. Er wird notgedrungen zwischen den Maßnahmen der Zensoren und den Aktivitäten der Zensurierten gefunden werden müssen.

 

Update vom 9. Juni 2021:
Ein aktuelles Beispiel für Zensur auf LinkedIn – mit der Behauptung, er habe „irreführende oder ungenaue Informationen“ geteilt, wurde dort das Konto von Boris Reitschuster gesperrt. Hintergründe dazu und eine Übersicht über die geteilten und beanstandeten Inhalte (so kann sich jeder ein Bild machen darüber, welche Art von Informationen bei uns inzwischen zensiert werden) finden sich hier: Maulkorb für kritisches HinterfragenZensur mit Siebenmeilenstiefeln: Jetzt bei LinkedIn

Auch der YouTube Kanal von Gunnar Kaiser, KaiserTV, ist öfters für weitere Hochladungen gesperrt mit der Begründung, es würden „medizinische Fehlinformationen“ verbreitet. Macht euch selbst ein Bild darüber, ob dieser Vorwurf zutrifft, indem ihr die gelöschten Inhalte auf den Ersatzkanälen von Gunnar Kaiser, Odysee bzw. Vimeo, anschaut.

 

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