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Update vom 19. Mai 2021 – siehe unten ↓

Update vom 26. März 2021 – siehe unten ↓

Ein beängstigendes Szenario entwirft der unabhängige Virologe und Impfstoffexperte Geert Vanden Bossche in einem kürzlichen Hilferuf. Vanden Bossche, der zuvor unter anderem für GAVI und die Bill und Melinda Gates Stiftung tätig war, spricht darin von unkontrollierbaren Risiken für die Menschheit durch die derzeitigen Massenimpfungen. Zwar hält er die neuen Corona-Impfstoffe für sicher, kritisiert aber Zeitpunkt und Ausmaß der Impfung. Dadurch könne es zu hochgefährlichen Mutationen des Virus kommen, die nicht mehr kontrollierbar seien und auf eine durchgeimpfte Bevölkerung träfen, deren Immunität immer geringer würde.

„I am beyond worried about the disastrous impact this would have on our human ‘race’. Not only would people lose vaccine-mediated protection but also their precious, variant-nonspecific (!), innate immunity will be gone…“

Geert Vanden Bossche hat sich inzwischen in einem offenen Brief an die WHO gewandt. Ein Interview mit ihm ist auf YouTube abrufbar. Weitere Dokumente hat Vanden Bossche auf seiner Twitter-Seite veröffentlicht, u.a. auch die Keynote zu einem Vortrag, den er kürzlich auf einem Impf-Gipfel in Ohio hielt, und die auch direkt hier auf Google-Drive abrufbar sind.


Update vom 19. Mai 2021:
Auf seiner neuen Webseite hat Geert Vanden Bossche seine Thesen detailliert dargestellt und gegen Kritik verteidigt:
Unravelling the complexity of a pandemic shaped by mass vaccination. What does it tell us?

Update vom 26. März 2021:
Die Aussagen von Dr. Vanden Bossche haben in der Fachwelt für großes Aufsehen gesorgt – interessanterweise kommt er unter Beschuss sowohl von Impfbefürwortern wie auch von Impfgegnern. Hier einige kontroverse Antworten auf seine Thesen:
Arzt alarmiert: Diese Impfkampagne kann uns in den Abgrund führen! Höchst gefährliche Coronavirus-Varianten drohen
Werden Viren durch Veränderung gefährlicher und hat Bossche recht?
Vanden Bossche’s Theory: Mass Vaccination Will Breed Dangerous Variants – Fact or Fiction?
Nochmal zu den falschen Theorien über Immunflucht von Vanden Bossche

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4 Kommentare auf “Beängstigendes Szenario eines Impfstoffexperten”

  1. Lukas sagt:

    Hallo,
    sehr interssantes Interview mit G. Vanden Bossche. Ich habe mir noch nicht sein Paper angeguckt aber folgendes geht mir schonmal nach dem Interview durch den Kopf:

    1.) Seine Hauptkritik besteht darin, dass man nicht impfen sollte, währendessen man die Bevölkerung dem Virus aussetzt.
    Das erstmal steht (oberflächlich gesehen) in Übereinstimmung mit dem Versuch (der letzten Wochen) unserer Bundesregierung den Lockdown, so lange wie möglich durchzuhalten, um auf eine genügend niedrige Inszidenz zu kommen.
    2) Leider, und das bedaure ich sehr (!), geht es doch nicht ganz, nur auf die Wissenschaft zu hören. Denn wie wir jetzt auch gerade speziell in Deutschland sehen werden Entscheidungen getroffen, weil das Volk danach schreit. Also die Meinung des Volkes setzt die Politik genügend unter Druck zu reagieren. Oder die Politik ist feige genug, unangenehme und vor allem unpopuläre Entscheidungen nicht durchzusetzen. Hierbei muss man aber auch einach sagen, dass wir eine Demokrate in Form von Meinungsvertretern haben. Und diese Meinungsvertreter können eben leider sehr unterschiedlicher Meinungen und Auffassungen sein, was auch dazu führt, dass es schwierig ist unpopuläre Entscheidungen durchzusetzen.
    2b) Zurück zur Meinung des Volkes, welches durch eigenen Druck, es geschafft hat Frisöre u.Ä. öffnen zu lassen und jetzt weitere Öffnungen und Lockerungen durchzubringen. Das könnte ja alles selbst richtig sein, aber die Regierung hatte eigentlich andere Pläne und haben diese über den Haufen geworfen aufgrund des Druckes. Auch das kann man als gut oder auch als schlecht ansehen.

    Aus oben folgt, dass die Politik demnach eine Lösung suchen muss, die gesellschaftlich angenommen wird. Diesen Punkt selbst sehe ich sehr kritisch insofern, dass es ja nicht Zweck sein kann danach zu streben…

    3) G. Vanden Bossche warnt vor einmaligen impfen (wenn ich es richtig verstehe), was in Deutschland nicht gemacht wird.

    4) Im Interview kommt einmal hoch, dass es keinen Impf-Druck/-Zwang geben soll. Auch hier sind stand jetzt führende Politiker in Deutschland dran, dass es keine Bevorzugugung geben soll. Das kann natürlich noch kippen.

    5) Von November bis Januar, hat man gesehen was passiert wenn man „nichts“ macht (wir haben deutlich mehr als nichts gemacht, alle waren immer noch sehr eingeschränkt, und troztdem) sind die Zahlen so weit gestiegen, dass wir in Deutschland so viele Intensiv-Fälle hatten, dass unser Gesundheitssystem an die Grenzen kamen.
    Also, ist es natürlich schon richtig, dass etwas gemacht werden muss.

    6) Ich muss gestehen, dass ich erst noch 100%ig nachvollziehen muss, wie die Impfungen eine Mutation bevorzugt hervorbringen sollen. Dafür werde ich noch das Paper lesen.

    Sehr interessant auf jeden Fall. Ich werde probieren mich noch mehr damit auseinander zu setzen.

  2. Thomas sagt:

    Hallo Lukas,
    vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar.
    1. Leider befinden wir uns in einer unsicheren Situation, die gerade dadurch verursacht wurde, weil man nicht lang genug getestete Impfstoffe per Notfallzulassung auf die breite Bevölkerung losgelassen hat. Daher muss es nicht unbedingt zu den von Bossche angesprochenen Folgen kommen, man kann sie aber auch nicht ausschließen. Dieses Risiko einzugehen, ist für mich unverantwortlich.

    2. In einem demokratischen Rechtsstaat ist das Volk der Souverän. Die Politik soll sich nach dem Willen der Mehrheit unter weitestmöglicher Berücksichtigung des Willens der Minderheit richten – das sind dann meistens Kompromisse. Dieser demokratische Rechtsstaat ist derzeit bei uns sowieso schon beschädigt – siehe u.a. Aussagen von Heribert Prantl. Dennoch müssen die Prinzipien eines solchen Staates auch in einer Situation wie jetzt gelten, bzw. gerade in einer Situation wie jetzt. Dies unterscheidet uns von anderen Gesellschafts-/Politikformen.
    Wenn man jetzt der Meinung wäre, die Politik ist sowieso schlauer als das Volk oder das Volk dümmer als die Regierung, dann kann man das mit den Wahlen auch gleich sein lassen, käme ja nichts Gescheites heraus.
    Gerade derzeit zeigt sich aber, dass sich unsere Regierung selbst in einer Bubble befindet und keine anderen Meinungen mehr an sich heranlässt, ein sehr bedenklicher Zustand!

    3. Vielleicht verstehe ich Dich falsch, aber ich habe den Eindruck, Du sympathisierst mit Zero-Covid am Beispiel von China. Dann musst Du (bzw. natürlich auch die gesamte Gesellschaft) bereit sein, die Folgen zu tragen. Zum einen ist es ja nicht gesichert, ob Lockdowns überhaupt ein solch erfolgreiches Mittel sind – es gibt ja inzwischen einige Studien, die das anzweifeln oder sogar negieren. Auf der anderen Seite sind es m.M. nach die flankierenden Maßnahmen, die während oder nach des Lockdowns in Wuhan (nur dort gab es ja einen vollständigen Lockdown) bzw. in China durchgeführt wurden, die Corona zurückgedrängt haben (und/oder evtl. eine andere Art von Testung, das aber mit ?). Maßnahmen wie Totalüberwachung durch (Gesundheits-)Apps, Fiebermessen an jeder Ecke, Einschränkung persönlicher Freiheiten, strikte Quarantäne bei geringstem Verdacht, hermetische Abschottung nach außen usw.
    Maßnahmen, die in einem demokratischen Rechtsstaat wie bei uns unmöglich sind und hoffentlich auch nie möglich sein werden, denn das würde das Ende unserer freiheitlichen Gesellschaft bedeuten, ein schrecklicher Rückfall in frühere dunkle Zeiten, eine Verhöhnung von Generationen von Menschen, die für diese Freiheiten und Grundrechte gekämpft und z.T. gestorben sind.
    Diese Maßnahmen müssten weltweit ergriffen werden, um ein Virus einigermaßen einzudämmen – ganz ausrotten lässt es sich sowieso nie!

    4. Zudem kann man trefflich darüber streiten, ob wir uns wirklich in einer echten Pandemie befinden und die derzeitigen Einschränkungen überhaupt gerechtfertigt sind. Dies wäre für mich etwa gegeben, wenn wir weltweit in den meisten Staaten eine Übersterblichkeit von mindestens 10 bis 20 Prozent hätten. Zu den Übersterblichkeiten europäischer Länder gibt es hier gute Infos:
    https://www.youtube.com/channel/UCYFJQqQf7yuUBlLExlvW_iA/videos
    Am Anfang die beiden Statistik-Intro Videos des Kanals anschauen, um zu verstehen, wie dort die Zahlen ausgewertet werden und um die Vorgehensweise zu verstehen.

    5. Bei Infektionskrankheiten musst Du immer wieder neu oder nachimpfen (wie bei der Grippeimpfung) – das unterscheidet sie von Masern oder Pocken, die mit einer einmaligen Impfung beseitigt wurden/werden können. Unter einmaliger Impfung verstehe ich auch eine Impfung in zwei Etappen, wie dies bei manchen Corona-Impfstoffen nötig ist. Ob dies auch Bossche so meint, kann ich auch nicht sagen.

    6. Was die Mutationen betrifft, hatte ich schon in einem früheren Beitrag die interessante Tatsache erwähnt, dass die derzeitigen Mutationen ausgerechnet aus Ländern stammen, in denen letztes Jahr die Impfstoffe zum ersten Mal in größerem Umfang an Menschen getestet wurden – Brasilien, Südafrika, Großbritannien ( https://www.senf-naepfchen.de/2021/zufall ). Kann natürlich Zufall sein, man weiß es einfach nicht – und da sind wir wieder bei Punkt 1 meines Kommentars.

    7. Eines der für mich höchsten Güter ist die eigenverantwortliche Freiheit unter Berücksichtigung der Anliegen/Interessen anderer. Das heißt aber nicht, auf Teufel komm raus meine eigene Freiheit auszuleben oder rücksichtslos durchzudrücken. Ich stecke da eher zu viel zurück, als dass ich andere einschränke. Dazu gehört aber u.a.: Moral, Gewissen, Urteilskraft, Bildung.
    Alles, was mir meine Freiheit wegnimmt oder einschränkt oder für mich Entscheidungen trifft, ohne dass ich darauf Einfluss habe, ist mir zutiefst suspekt. Mir ist aber auch klar, dass viele denken, sie leben so, sind aber eigentlich nur egoistisch.

  3. Lukas sagt:

    Hallo Thomas,
    sorry für die späte Antwort. Ich probiere mich ein wenig kürzer zu halten und auf ein paar Punkte antworten.

    Ich bin mir nicht sicher, was andere von einer 0-Covid-Strategie verstehen, aber meine persönliche Meinung ist folgende:
    Ich denke dieses Virus kann ein Gesundheitssystem überfordern, in dem es eine kritische Masse an Corona-Kranken auf Intensiv-Betten „schickt“. Ich glaube, dass das in vielen Ländern gut zu beobachten ist, und das zu bekämpfen (immer noch) das Ziel einer Corona-Politik sein sollte.
    Wie macht man das jetzt am besten?
    Ich glaube, das beste hier ist es, Maßnahmen zu ergreifen soweit, dass die Verbreitung des Virus nicht zunimmt. Ergo R-Faktor unter 1 halten um exponentielles Wachstum zu verhindern.

    Mir ist bewusst, und ich möchte auch auf keinen Fall, dabei ein Überwachungsstaat aufbauen. Dabei gilt es die Freiheits-Einschränkungen, die wir ja offensichtlich seit 1 Jahr mitmachen, zu minimieren. Und an diesem Punkt denke ich handeln wir eben zu langsam und/oder zu wenig.

    Als Beispiel:
    Oktober 2020: IN KW 40,41,42 sehen wir, dass der Anteil der positiven Corona-Fälle bezogen auf die Anzahl der durchgeführten Tests steigt.
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1183325/umfrage/anteil-positiver-testergebnisse-auf-das-coronavirus-in-deutschland/
    Dieser große Anstieg der Zahlen wurde meiner Meinung nach zu wenig mit Konsequenzen nachgegangen (ja mit freiheitseinschränkenden Maßnahmen). Ich glaube das hätte uns ganz Allgemein mehr geholfen als geschadet (den Schulen, Toten und dem Infektionsgeschehen allgemein).

    Ich muss sagen, dass ich, wenn ich Frau Merkel höre, sie genau die Einschätzung widergibt zu der ich in Ihrer Position auch kommen würde.
    Außerdem was unseren Rechtsstaat angeht muss ich auch sagen, dass ich es unglaublich gut finde, dass das RKI jeden Tag seit März 2020 einen Tages-Bericht rausgibt mit Zahlen und Einschätzung. Dort sind also Daten, an denen sich das RKI auch im Nachinein immer messen lassen muss.

    Wenn das alles natürliche eine große Instrumentalisierungs-Kampagne ist, dann wäre ich dort bis jetzt drauf reingefallen. Ich denke aber das ist erstmal nicht so.

    PS: Wir sollten mal in Persona reden 😛

  4. Thomas sagt:

    Hallo Lukas,
    persönlich miteinander zu diskutieren, das wäre wirklich wünschenswert – ich befürchte aber, das wird noch einige Zeit dauern.

    Wie ich sehe, bist Du ein Zweifler, der sieht, dass es meist keine reine Wahrheit gibt. Und das finde ich sehr gut, auch wenn Du Dich dadurch in der Minderheit befindest. Die Meisten sehen das Ganze viel zu unkritisch.

    Zu Deiner angeführten statista Statistik: Ich finde folgende Statistik aussagekräftiger, da dort die Zahl der positiven Testungen ins Verhältnis zur Anzahl der Tests gesetzt wird:
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1107749/umfrage/labortest-fuer-das-coronavirus-covid-19-in-deutschland/
    Schon beim ersten Lockdown im April 2020 zeigt sich, dass die Zahlen bereits am Abklingen waren. Auch sonst (wie etwa im Herbst 2020) ähneln die Kurven den jährlich wiederkehrenden Grippewellenkurven, bei denen es auch keine Lockdowns gab. Dazu habe ich auf die Schnell nur diesen Link gefunden, es gibt aber weitere Quellen:
    https://www.dropbox.com/s/3s56nmaz5v8f108/Vergleich_der_amtlichen_Sterbezahlen_210324A.pdf

    Dass der PCR-Test äußerst umstritten ist, darüber müssen wir nicht reden, oder?

    Dies und das augenscheinlich alleinige Augenmerk auf die Inzidenzzahl zeigt für mich, dass irgendwas nicht passt. Zu dieser Problematik diese Links:
    https://reitschuster.de/post/der-inzidenzwert-in-hohem-masse-steuerbar-durch-politik-und-behoerden/
    https://www.youtube.com/watch?v=5vaxVEFnESE

    Zu den RKI-Berichten habe ich Kommentare gelesen, dass die Zahlen in den umfangreichen Berichten immer ganz realistisch aufbereitet wären, Politik und Presse aber meist nur die Zusammenfassung des RKI lesen und kommunizieren würden, die dann aber oft eher in eine bestimmte Richtung ginge. Warum? Dass das RKI eine Bundesbehörde ist, macht das Ganze nicht unbedingt glaubwürdiger.
    Für mich wirkt das alles nicht transparent, sondern eher geheimniskrämerisch. Aber warum, wenn man nichts zu verbergen hat? Warum arbeitet man nicht offen und für die Öffentlichkeit nachvollziehbar, wenn die Zahlen es hergeben?

    Dass inzwischen manche Ärzte oder Journalisten ihre kritischen Beiträge nur noch anonym veröffentlichen, ist für mich extrem bedenklich. Repressionen befürchten zu müssen, nur weil man eine kritische Meinung hat, das sollte in einer echten Demokratie nicht vorkommen. Und warum wird z.B. auf YouTube und Vimeo so viel gelöscht? Auch Videos, die sich später als zutreffend herausstellen. Geht es uns inzwischen wie dem berühmten Frosch im Wasser?
    https://www.youtube.com/watch?v=Z8bSDhqglB4

    Also weiterhin viel Spaß beim Zweifeln 😉 Alles Weitere vielleicht dann wirklich mal in Persona, vielleicht mal an einem See.

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