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Pressefreiheit in China?

Die Arbeitsbedingungen für Reporter und Journalisten in China sind katastrophal – laut einer Analyse der „Reporter ohne Grenzen“ befindet sich China in der Rangliste der Pressefreiheit auf Platz 177 von 180 Staaten mit aktuell 69 Journalisten und 45 Online-Aktivisten und Bürgerjournalisten in Haft.

Strikte Zensur, umfassende Kontrolle durch die KPCh; politisch unliebsame Artikel werden sofort aus den sozialen Medien gelöscht, kritische Blogger laufen Gefahr, verhaftet zu werden und wochen- oder sogar monatelang zu verschwinden – das ist der Alltag in China, der sich in den letzten Jahren und Staatschef Xi immer weiter verschlechtert hat.

Corona hat diese Situation noch verschlimmert, da auch Journalisten gezwungen sind, Tracking Apps zu installieren, und somit lückenlose, personalisierte Bewegungsprofile erstellt werden können. Dazu kommt, dass Reisen in andere Provinzen derzeit kaum oder nur sehr eingeschränkt möglich sind und somit kaum zuverlässige Informationen aus diesen Regionen zu erhalten sind.

So hat man z.B. im Westen keine Informationen darüber, wie die Situation durch Corona in den Umerziehungslagern der Uiguren ist.

„Reporter ohne Grenzen“ bietet auf seiner „Länder- und Themenberichte“ Seite weitere Beiträge zu einzelnen Ländern wie auch China, Hongkong oder Taiwan an. Besonders aufschlussreich ist der Länderbericht vom März 2019: China strebt nach weltweiter Medien-Hegemonie. Darin werden die Praktiken beschrieben, mithilfe deren die KPCh versucht, weltweit ihren Einfluss zu vergrößern. Der ausführliche Bericht ist auf obiger Seite auch als pdf herunterladbar.

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